Touristenhorror Tulum

Der (mittlerweile gestrige weil kein Wlan) Tag fing mit dem Gedanken an, noch vor dem Frühstück uns die Ruinen von Tulum anzuschauen, um den Buslieferungen an Touristen zu entkommen (sowie der mexikanischen gelben Sau, auch die lies aber nicht lang auf sich warten). In der Realität wars dann so, dass wir in etwa 5 Minuten vor Eröffnung der Pforten dort waren (7:55), aber schon vereinzelte Schaulustige in der Schlange zum Eingang standen. Am Anfang der Besichtigung mussten wir die Mayatempel also immerhin nur mit ein paar Wenigen teilen. Nach kurzer Zeit kamen dann aber riesige Reisegruppen – vorwiegend Russen – die uns leider etwas den Anblick vermiesten. Abkühlung am “Maya-Beach” wurde uns auch verwährt auf Grund von zu starkem Wind. Hungrig und ein wenig enttäuscht radelten wir also zum Hostel zurück um noch schnell ein Frühstück zu uns zu nehmen und dann die nähesten Cenoten auszuchecken.

Die Straße war leider sehr stark befahren im Vergleich zur entspannten Route um Valladolid. Die erste – vom Weg her eigentlich am weitesten entfernte – Cenote war durchaus schön und klar, aber etwas klein und unwild/touristisiert. Direkt neben an war die sogenannte “carwash” Cenote – namensgebend sind die Taxler die hier früher ihre Autos gewaschen haben. Wir entschlossen uns aber nicht hineinzugehen weil sie im Prinzip nur ein glorified Teich war.

Auf gings zur Cenote Santa Cruz die man erst findet nach dem man zögerlich an einer Ranch vorbeifährt die sehr geschlossen aussieht und nicht den Eindruck erweckt der Eingang zu einer Attraktion zu sein. Das Gelände war bei dieser sehr schön und man konnte im Kreis um eine Insel herumschwimmen. Doch auch hier wurde unsere Ruhe gestört als nach einigen Minuten immer mehr Leute eintrudelten.

Die letzte Cenote sollte die Krönung des Tages werden, die Gran Cenote, angeblich ein Schnorchelparadies. Es war tatsächlich auch sehr cool die unterwasser Höhlenlandschaft zu sehen, die Gesamtexperience – zumindestens meiner Meinung nach – war aber relativ mies. Einerseits hat der Eintritt 9 Euro gekostet, obwohl das Wasser in anderen mindestens genau so klar war; dann waren da noch die unzähligen Touristen, und der Kontrollfreak vom Gelände der den Clemens nicht ins Wasser lassen wollte, weil er seine Haare nicht genügend gewaschen hat unter der Dusche.

Nagut, zur Wiedergutmachung gab es leckere Enmoladas. Wir schauten noch kurz am Strand vorbei, der war aber so weit das Auge blickte mit Sargasum-Seaweed bedeckt. (Bilder @clemenstravels)

Als wir ins Hostel zurückkehrten, wurden wir benachrichtigt, dass der Strom ausgefallen ist. Wasser gabs aber noch und das Geld wurde refunded, also suchten wir uns nichts Neues.

Fazit: Tulum hat mehrere coole billige Essens- und Schlafmöglichkeiten, ist (wahrscheinlich genau deshalb) aber eher auf der touristischen Seite!

Schlange vor Tulum-Ruinen und ein kleiner Teil der Algen am strand

3 thoughts on “Touristenhorror Tulum

  1. hahahaha. aber irgendwie verständlich bei den Haaren 😀
    Ich hab vorher grade fiery habanero Sauce gekocht… wartet dann hier auf euch 😉
    Besos

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