
Author: konstisadventures
Strandpromenade ins Wasser gefallen

Badesteg nahe San Miguel

Flores von Aussichtsplatform

Aussichtsplatform

Grenzabenteuer
Das Unterfangen fing früh um 7:00 an. Nach einer Stunde Verspätung vom Bus kamen wir so um 11:30 mit den charmanten mexikanischen Grenzbeamten in Kontakt. Die Situation war Folgende; alle Touristen müssen eine sogenannte Tourism Tax von ca 23€ zahlen. So gut wie jedes Flugticket inkludiert das allerdings schon im Preis, gibt man an der Grenze nun Kund diesen Betrag bereits bezahlt zu haben, lautet die Antwort der Mexikaner daraufhin oft Ohne Geld kein Stempel.
Da wir es also schon gezahlt haben, recherchierten wir im vorhinein wie wir dieser Abzocke entkommen können. Der allgemeine Konsensus war, dass man mit viel Geduld, Streitfreudigkeit – extra Pluspunkte falls man der spanischen Sprache Herr ist – und einer detaillierten Rechnung des Flugtickets es schaffen könnte.
Im Endeffekt haben wir es nicht nur geschafft, sondern sogar die Abzocker abgezockt. Bei Eurowings (mit denen ich geflogen bin) bekommt man nämlich keine Rechnung wo das genau aufgelistet steht, also haben wir einfach zweimal Clemens seine ausgedruckt!
Nach einem Fahrzeugwechsel – diesmal geplanter Weise – in Belize City gings es weiter nach Guatemala. Die zweite Grenze war kein Problem, aber 15€ werden einem trotzdem abverlangt um Belize zu durchqueren.
Um etwa 20:00 kamen wir dann in Flores an. Ein sehr schönes Dorf auf einer Insel in einem See. Da wir erledigt waren wollten wir nicht lange nach einer Unterkunft suchen und folgten zwei Niederländern aus unserem Bus, die bereits eine bestimmte anpeilten (dieses Hostel war dann auch ein ziemlicher Glücksgriff, siehe Fotos @Clemenstravels).
Unsren ersten Tag in Guatemala verbrachten wir eher entspannt. Ausgeschlafen gaben wir das erste Mal unsere Wäsche ab, besorgten eine Simkarte, hebten Geld ab (leider gings bei mir weder mit meiner Bankomat- noch mit meiner Kreditkarte ._.) und buchten den Transport nach Tikal für morgen 👌🏼.
Danach befolgten wir noch einen Tipp von Helena und gingen zu einer Aussichtsplatform & Strand. Abgeschlossen wird der Tag mit einem Bier am Steg zum Sonnenuntergang – Pura Vida!
(Bilder folgen wann anders, Wlan ist zu gschissn dafür)
Chillertag
Frühstück gabs heute ohne Clemens, der zu diesem Zeitpunkt schon seit ca 24 Stunden nichts gegessen hat. Wir sind dann aber zu Mittags gemeinsam in den Ort gegangen wo er dann doch was gegessen hat. Ich bin nacher zu einer der leider wenigen Stellen gegangen, wo man gratis zum See kommt (die meisten Zugänge sind von Restaurants aus oder von so Art Bädern mit Eintritt). Dieser public access war in Wahrheit auch nur ein Steg mit einem kleinen überdachten Ende wo es auch zwei Sitzbänke gab. Dort hab ich dann gelesen, betrunkenen Argentiniern zugehört die mit wesentlich viel älteren Deutschen ins Gespräch kamen, baden gegangen, usw… Als ich am späteren Nachmittag zur Unterkunft zurückkam, gings dem Clemumps schon wieder besser. 👌🏼
Zum Abendessen gabs diesmal Gesellschaft von einem Berliner mit interessanter Backstory (die mich ein kleines bisschen an Grün ist die Hoffnung erinnert hat) und einer Kanadierin auf Weltreise – beide im Hostel kennengelernt.
Morgen gehts auf nach Guatemala!
(Hier noch schnell zwei Bilder von der Lagune, in so einer ähnlichen Hütte wie man auf dem einem Bild sieht war ich auch)


Ruhepause
Clemens scheint sich irgendwas eingefangen zu haben. Er hat heute den Großteil des Nachmittags und vom Abend im Bett verbracht. Mal schaun wie es morgen ist aber die Weiterreise nach Guatemala werden wir ein wenig verzögern!
Touristenhorror Tulum
Der (mittlerweile gestrige weil kein Wlan) Tag fing mit dem Gedanken an, noch vor dem Frühstück uns die Ruinen von Tulum anzuschauen, um den Buslieferungen an Touristen zu entkommen (sowie der mexikanischen gelben Sau, auch die lies aber nicht lang auf sich warten). In der Realität wars dann so, dass wir in etwa 5 Minuten vor Eröffnung der Pforten dort waren (7:55), aber schon vereinzelte Schaulustige in der Schlange zum Eingang standen. Am Anfang der Besichtigung mussten wir die Mayatempel also immerhin nur mit ein paar Wenigen teilen. Nach kurzer Zeit kamen dann aber riesige Reisegruppen – vorwiegend Russen – die uns leider etwas den Anblick vermiesten. Abkühlung am “Maya-Beach” wurde uns auch verwährt auf Grund von zu starkem Wind. Hungrig und ein wenig enttäuscht radelten wir also zum Hostel zurück um noch schnell ein Frühstück zu uns zu nehmen und dann die nähesten Cenoten auszuchecken.
Die Straße war leider sehr stark befahren im Vergleich zur entspannten Route um Valladolid. Die erste – vom Weg her eigentlich am weitesten entfernte – Cenote war durchaus schön und klar, aber etwas klein und unwild/touristisiert. Direkt neben an war die sogenannte “carwash” Cenote – namensgebend sind die Taxler die hier früher ihre Autos gewaschen haben. Wir entschlossen uns aber nicht hineinzugehen weil sie im Prinzip nur ein glorified Teich war.
Auf gings zur Cenote Santa Cruz die man erst findet nach dem man zögerlich an einer Ranch vorbeifährt die sehr geschlossen aussieht und nicht den Eindruck erweckt der Eingang zu einer Attraktion zu sein. Das Gelände war bei dieser sehr schön und man konnte im Kreis um eine Insel herumschwimmen. Doch auch hier wurde unsere Ruhe gestört als nach einigen Minuten immer mehr Leute eintrudelten.
Die letzte Cenote sollte die Krönung des Tages werden, die Gran Cenote, angeblich ein Schnorchelparadies. Es war tatsächlich auch sehr cool die unterwasser Höhlenlandschaft zu sehen, die Gesamtexperience – zumindestens meiner Meinung nach – war aber relativ mies. Einerseits hat der Eintritt 9 Euro gekostet, obwohl das Wasser in anderen mindestens genau so klar war; dann waren da noch die unzähligen Touristen, und der Kontrollfreak vom Gelände der den Clemens nicht ins Wasser lassen wollte, weil er seine Haare nicht genügend gewaschen hat unter der Dusche.
Nagut, zur Wiedergutmachung gab es leckere Enmoladas. Wir schauten noch kurz am Strand vorbei, der war aber so weit das Auge blickte mit Sargasum-Seaweed bedeckt. (Bilder @clemenstravels)
Als wir ins Hostel zurückkehrten, wurden wir benachrichtigt, dass der Strom ausgefallen ist. Wasser gabs aber noch und das Geld wurde refunded, also suchten wir uns nichts Neues.
Fazit: Tulum hat mehrere coole billige Essens- und Schlafmöglichkeiten, ist (wahrscheinlich genau deshalb) aber eher auf der touristischen Seite!
Schlange vor Tulum-Ruinen und ein kleiner Teil der Algen am strand


Uxmal
Clemens auf der (Foto-)Jagd nach den letzten Ureinwohner der Mayaruinen

Ein Ureinwohner auf seiner Terrasse

Die Pyramide des Magiers
