Nebaj

Mit unserem ersten Chickenbus wurden wir von Uspantan nach Nebaj gebracht, eine Kleinstadt in einem Tal, eingeschlossen von Bergen die ein wenig an die Ausläufe der Alpen erinnern. Nach kurzem umschauen in den eher lauten Straßen, und der ersten Absage von einem Hotel weil es voll war, fanden wie unsere bisher günstigsten Betten. 4,38€ pro Person und wir hatten sogar 4 Betten zur Auswahl.

Weil der arme Clemens aber leider noch immer nicht ganz fit war, entschieden wir uns an diesem Nachmittag nur mehr für eine Erkundung der Stadt, statt Wandern zu gehen. Nachdem wir uns mit der unmittelbaren Umgebung bekannt gemacht haben, setzten wir uns mit einem kühlen Getränk auf den in Sonne gebadeten Hauptplatz (der übrigens immer bei der Kirche ist) und beobachteten. Wir beobachteten Kinder die ein wenig Geld durch Schuhe putzen verdienten, etliche ältere Einwohner die ebenso wie wir nur herum saßen und schauten & Schulkinder die am Weg nach Hause waren.

Am nächsten (heutigen) Morgen sind wir zu einer christlichen Uhrzeit aufgestanden, gemütlich Frühstücken gegangen und anschließend aufgebrochen auf einen Wanderweg der uns über kleine Berge (der höchste Punkt war ca 2340 Höhenmeter) zu dem Mini-Ort Cocop brachte. Der Anstieg war ein langsamer und anstrengender. Unterwegs trafen wir auf einen kleinen Schlingl der sich von uns streicheln ließ und uns dann ein paar Minuten folgte, bis er einen Abgrund hinunter kletterte um eine Windel zu zerfetzen und anderen Müll zu fressen 🤦🏻‍♂️.

In Cocop, das unseren Schätzungen zu Folge nicht mehr als 300 Einwohner haben kann, kauften wir eine kühle Dose Cola und machten uns auf den Weg ins Tal zum Ort Rio Azul, von wo wir ein Auto nach Nebaj anhalten wollten. Nach ein paar Metern wurde uns klar warum der Weg hauptsächlich von Eseln begangen wurde. Wo zuerst noch Schotterstraßen waren, war jetzt nur mehr ein schmaler extrem Gatschiger Weg mit vereinzelten Trittsteinen um die Schuhe nicht komplett zu verdrecken. Wo am Beginn der Wanderung noch Fichtenmopeds unterwegs waren, hörte man nun allerdings nur mehr das Plätschern des Baches der uns bis ins Tal begleitete. Leute bekamen wir wenige zu sehen, und die die wir sahen, waren außerst überrascht uns anzutreffen.

Per Anhalter gelangten wir wieder nach Nebaj, genau rechtzeitig für ein verspätetes Mittagessen. Danach hieß es, zum zweiten Mal auf dieser Reise, für den Clemens einen Schneider zu suchen. In zwei Hosen hat er schon ein schlecht repariertes Loch, schafft er es bis zu seinem Rückflug auch noch die Badehose kaputt zu machen? Ich werde euch am Laufenden halten!

Etwas erledigt vom Gehen entspannten wir ein zweites Mal im Park und chillten anschließend im Restaurant unseres Hostels bei Erfrischungsgetränken, Kaffee und schließlich einem Abendessen.

Hier noch ein Foto von den beiden Schlingeln

9 thoughts on “Nebaj

  1. Ermagerd, is der süüüß! Ja, diese Zeiten sind beim Ghost echt vorbei, der wächst und wächst…
    Was hat denn angeschlagmens eigentlich (ghabt) ?
    Wenn ich die Straße nur seh wird mir schlecht haha 😀
    Sehr schöner Bericht…
    Viele Bussis an euch

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    1. Musst mal ein größenupdatebild vom ghost schicken!
      Verschnupft hals kopfweh usw
      Ja und das beste is wenn das auto so voll dass wenn man speiben müsste man es nie rechtzeitig rausschafen würde…

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  2. Uje… na bissi Angst hab ich schon vor Ecuador/Peru (den Anden = Berge = Kurven = Schlecht….)
    Sag mal hast du deine Deutschkenntnisse eigentlich auch zuhause gelassen? 😀
    Größenupdates siehe iMessage 😉
    Bussi Bussi

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