Antigua

Per Boot und selbstmörderischem Bus kamen wir gestern nach Antigua. Es war nicht zu übersehen, dass wir Guate (Guatemala City) immer näher kamen. Die Straßen wurden größer, die Tankstellen “amerikanischer”, der Verkehe mehr, die Busfahrer verrückter. In Antigua angekommen gingen wir schnurstracks zum Hostel A Place to stay – wiedermal auf Empfehlung der Augenliedchirurgin. Bei diesem netten Hostel sind die Katzen im Preis inkludiert. Außerdem war Raul, der Besitzer, ganz glücklich, als er erfuhr, dass wir Bekannte von der Helena sind.

Nach einem kurzem Mittagessen, trafen wir uns mit Catalino, dem Organisator von unserer kommenden Acatenango-Tour. Er beantwortete mit Vergnügen alle Fragen die wir noch offen hatten. Durstig von dem ausführlichen Gespräch spazierten wir zur Antigua Brewing Company um zwei ausgezeichnete Biere aus dem Faß zu genießen. Als wir schon zur Hälfte aus der Türe waren, lernten wir noch einen der Bierbrauer kennen, der uns (eigentlich hauptsächlich dem Clemens) ihre Anlage zeigte und ein paar Technische Begriffe in den Raum stellte. Die Brauerei/das Lokal hat uns so gut gefallen, dass wir nach einem guten aber eher teurem Abendessen gleich nochmal dort einkehrten.

Heute begannen wir den Tag mit einem kleinen Stadtspaziergang, angefangen bei einem Aussichtspunkt und aufgehört am Hauptplatz. Unsere gestrige Vermutung verstärkte sich heute, Antigua ist eine der wenigen richtig schönen guatemaltekischen Städte, wahrscheinlich Teilweise wegen den vielen Ruinen großer Paläste und Kirchen, aber auch weil grundsätzlich jedes Gebäude nur 1-2 Stöcke hat. Außerdem ist touristisch genug los, dass viele “hippe” Lokale und Restaurants aus dem Erdboden sprießen.

Um 14 Uhr wurden wir vom Minivan abgeholt und machten uns mit 4 Anderen auf den Weg zum Vulkan Pacaya. Pacaya ist 2552 Meter hoch, aktiv seit 23 Tausend Jahren, seit der spanischen Invasion rund 23 Mal ausgebrochen und hat haupsächlich strombolianische Eruptionen. Unsere Wanderung began auf ca 1800 Meter und gipfelte auf ca 2300 Meter. Der Anfang war relativ steil, es wurde jedoch bald einfacher. Oben – nicht am Krater, da darf man nicht rauf – angekommen hat uns nicht nur der Ausblick aus den Socken gehaut, sondern auch der Wind. Aber Lava sahen wir nur sehr wenig und daweil nur mit Fernglas. Weiter gingen, oder besser gesagt rutschen, wir bergab auf Asche und zerbröseltem Gestein, bis zu einer Stelle wo die Steine wenige Centimeter unter der Oberfläche heiß waren. Dort rösteten wir Marshmellows und wärmten unsere Hände auf. Ein paar Minuten später, sahen wir den meiner Meinung nach schönsten Sonnenuntergang bis her, die Bilder vom Clemens schauen zwar auch schon verdammt schön aus, aber in echt schaut es nochmal ganz anders aus!! Zur gleichen Zeit wurde am Vulkan ein eher kleiner Storm Lava gut sichtbar. Unsere Köpfe und Augen waren also hin und her gerissen zwischen dem feurigen Rot der Sonne, und dem brennenden Rot der Lava. In der Dunkelheit beendeten wir unseren Ausflug, und wurden mit dem Shuttle wieder bis fast vor die Türe gebracht. Ein leckeres Abendessen mit Craftbier diente als guter Ausklang für solch einen Tag.

Hier noch Ausblick über Antigua und Vulkan Agua (nicht aktiv), alte Ruine in Antigua, Guate von Pacaya aus, Löwmens vor Pacaya und Katze die meine Hand gerade brutal zerfleischt.

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