Aus Berg wird Sand

An meinem letzten Tag in Minca nahm ich den Weg zum Casa Elemento in Angriff. Ein 3 Stunden langer (in jede Richtung) Waldspaziergang mit Aussicht, Pool und rießiger “Hängematte” war angepriesen. In Wahrheit fühlte es sich eher an als würde man schwimmen. Die Wanderung durch den Nebelwald war durch eine ständige Luftfeuchtigkeit von gefühlten nahe zu 100% begleitet. Immerhin dauerte die Wanderung auch wirklich nur 3 Stunden, allerdings insgesamt anstatt pro Richtung (ca 1:50 hinauf und 1:10 hinunter). Ich habe es mir dadurch wahrscheinlich nicht gerade leicht gemacht, gegen Ende hin wollte ich aber unbedingt diese Zeit schlagen.

Schweiß gebadet ging ich beim Casa Elemento zuerst in erfrischend kaltem Wasser baden. Danach wurde auf einem/einer Hängenetz/Hängematte ein Erfrischungsgetränk, ein leckeres Schokobrot aus Minca und der Ausblick genossen. Die Musik war erstaunlicher Weise auch ziemlich entspannt und nicht so nervig wie oft sonst wo. Von hier oben konnte man sowohl Minca als auch Santa Marta wunderbar sehen, mit der Kamera dies einzufangen war jedoch bereits deutlich schwieriger. Um noch vor dem Sonnenuntergang in Minca etwas essen zu können und rechtzeitig für das Farbenspiel wieder bei meinem Hostel oben zu sein, machte ich mich nach nicht all zu langer Zeit auf den Rückweg. Wenig Spannendes folgte der Rückkehr in die Zivilisation.

Am heutigen Morgen wurde ein letztes Frühstück mit dieser traumhaften Aussicht konsumiert, danach hieß es ca 3 Stunden lang im Bus sitzen am Weg nach Palomino. Dieses kleine Stranddorf an der Karibik hat meiner Meinung nach viel zu viele Hostels. Ich suchte das laut Tripadvisor Beste auf, wenn bei soviel Auswahl eines so klar den ersten Platz belegt muss das ja wohl etwas bedeuten. Es ist aber nichts besonderes finde ich, der Rezeptionist wirkte etwas verkatert und nicht so als würde er gerne Fragen beantworten, das Dorm teile ich mit 11 anderen Reisenden, wenigstens der Pool ist sauber. Beim Mittagessen kam ich ins Gespräch mit einem Belgier der mir ein paar Tipps für meinen morgen beginnenden 4 Tages Ausflug nach Punta Gallinas geben konnte. Zum Sonnenuntergang schlenderte ich den Strand entlang, die Sonne vertschüsstr sich allerdings in eine andere Richtung. Die Wellen hier sind so stark, dass man nicht ins Wasser gehen soll und es sich auch nur vereinzelte Abenteuerlustige trauen. Umso besser sind die Wellen allerdings als Hintergrundgeräusch während man an einer der Strandbars entspannt. Restaurants fürs Abendessen gibt es genug, die meisten wirken allerdings etwas ausgestorben. Ich packe heute noch die notwendigsten Sachen in meinen kleinen Rucksack, damit ich morgen meinen Großen da lassen kann und ohne Sorgen in die Wüste reisen kann.

1. Finca in Minca von der ich den Kaffe im Ikaro Cafe getrunken habe

2. Aussicht von Casa Elemento

3. Santa Marta durchs Fernglas

4. Häbgenetz von Casa Elemento

5. Beach in Palomino

4 thoughts on “Aus Berg wird Sand

  1. Wüstenwanderung klingt echt cool, nach Punta gallinas wär ich auch ur gerne gefahren – bin sehr gespannt was du berichtest! 🙂
    viel Spaß & gute Fahrt 😊

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