Königin der Karibikküste

Da ich heute erst in der Hauptstadt des Bezirkes Bolivar angekommen bin, kann ich leider erst das nächste Mal berichten ob Cartagena diesen Titel auch wirklich verdient. Grund für die Verzögerung (Cartagena war mein eigentliches nächstes Ziel nach der Rückkehr aus der Wüste) war ein erneuter Aufenthalt im Hostel nahe Santa Marta. Vom Strand muss ich mich ja leider verabschieden und außerdem war es dort einfach so relaxt, dass ich nochmal zwei Nächte dort geschlafen habe.

Als ob sie meine Wiederkehr feiern wollten, gab es am ersten Abend – den Samstag – ein Lagerfeuer, Beerpong, Billiard und auch… wobei das würde jetzt zu weit führen wie ein gewisser Freund Marios sagen würde. Das Durchschnittsalter der Gesellschaft war zwar eher am Ende der Zwanziger angesiedelt, mit meinen geschwindelten 22 Jahren war der Unterschied aber nicht mehr so groß ;).

Der gestrige Tag war ein richtiger fauler Sonntag. Lange schlafen, Frühstück bestellen, im Schatten am Strand liegen und im ruhigen Wasser erfrischen, kurz in die Stadt fahren fürs Mittagessen und Kaffee trinken und wieder zurück an den Strand. Nur zur Dämmerung wurde ich nochmal aktiv; drei Kolumbianer haben versucht Volleyball zu spielen, zu viert gehts dann doch um einiges besser.

Heute ging es relativ zeitlich in Richtung Cartagena, denn die reine Fahrzeit beträgt ungefähr vier Stunden. Ohne große Umstände kam ich um 15:00 bei meinem Hostel an. Kurz umschauen und Sachen ablegen und dann galt es eine Mahlzeit zu finden und sich mit der näheren Umgebung bekannt zu machen. Im Reiseführer von 2013 wird das Viertel wo ich wohne noch als eher gefährlich beschrieben, mittlerweile ist es jedoch so wie der 7. Bezirk in Wien, wenn nicht künstlerischer. An der Mittagessensauswahl war demnach auch nichts aus zu setzen; wenn einem danach ist, kann man in dem Lokal wo ich war sogar seine Wäsche waschen. Mit einem Kaffe von Juan Valdez (kolumbianischer StarBucks Konkurrent) setzte ich mich auf die alte Stadtmauer und absorbierte die letzten Sonnenstrahlen unseres untergehenden Sterns. Ich beendete den Tag mit einer viel zu großen Portion streetfood – obwohl ich vorausdenkender Weise die kleinste Portion genommen habe – und einer Michael Jackson Tanzeinlage auf dem Platz der Trinidad.

Übrigends, mir ist gerade noch etwas eingefallen zu meinem Aufenthalt in Punta Gallinas. Es gab zwar nicht viel dort, aber wisst ihr wer es überall hin schafft, sogar dort hin? Die Zeugen Jehovas 🤦🏻‍♂️ Es gab dort tatsächlich eine Kirche der Zeugen Jehovas, auch wenn sie etwas herunter gekommen aussah.

Zu sehen ist:

1. Erstes Lokal gleich Craftbeer, hier unterscheidet sich Cartagena zum Rest der Karibikküste

2. Schuhputzer vor der Kirche vom heiligen Peda

3. Sonnenuntergang zwischen Denkmal

4. Riesenportion Einmal-Alles für 3€, hätte auch 2 Menschen genährt

6 thoughts on “Königin der Karibikküste

  1. he voll cool alles! freu mich sehr für dich, auch das Volleyball spielen mit den Kolumbianern find ich super 😉
    Die Michael Jackson Tanzeinlage haben wir übrigens auch in Cartagena gesehen, anscheinend können sich C und H nicht erinnern… 🙂
    Und was is das bitte für ein Essen? 😀
    Viel Spaß weiterhin!!!

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  2. Essen schaut ja sehr lecker aus…. 😂Hauptsache dir schmeckt’s….
    So ein paar strandrage könnt ich jetzt auch vertragen…..

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