Labyrinth Fes

Vielleicht habt ihr schon einmal eine Dokumentation über Städte im Nordwesten von Afrika gesehen; Fes kommt diesem Bild von einer lebhaften aber verwinkelten Stadt schon sehr nahe. Es gibt zwei Hauptstraßen die sich durch die Medina ziehen wo alles von A bis Z verkauft wird – aber immerhin in Abschnitte geteilt. So schlenderten wir eben durch dieses Labyrinth und schauten uns alles mit großen Augen an. Das Mausoleum von einem Sultan (Name vergessen) durften wir leider nur von außen/durch die Tür betrachten; nicht Muslimen war der Zutritt verweigert. Dafür haben wir uns eine ehemalige Koranschule angeschaut. Sehr beeindruckende Architektur/Verzierungen. Außerdem gab es in Fes eine traditionelle Gerb- und Färbanlage von Leder (hat ziemlich gestunken) welche noch immer in Betrieb ist. Am Abend gingen wir auf einen nahe gelegenen Hügel um den Sonnenuntergang zu sehen, leider waren wir ca eine viertel Stunde zu spät; das Licht war trotzdem noch schön. Den Tag beendeten wir in einem recht hippen Restaurant dass in einem verwachsenen, verfallenen Riad war.

Richtige gute Händler sind die Marokkaner übrigends. Die reden solang auf einen ein bis man denkt man will das tatsächlich haben, was sie einem anbieten, obwohl man es meistens halt gar nicht braucht. Was sie auch oft machen ist, dich irgendwo hineinlocken unter dem Vorwand, dass man von ihrer Terrasse einen schönen Ausblick hat (oder ähnliche Versprechen). Im Endeffekt stehst du dann in ihrem Shop und überlegst dir ernsthaft ob du das nicht doch kaufen solltest weil es ja so ein tolles Mitbringsel wär.

Heute chillten wir noch in einem voll nettem Cafe bevor wir dann die Reise nach Midelt antraten. Midelt ist ansich eine unspannende Stadt, die aber gut gelegen ist, um als Zwischenstopp auf dem Weg in die Sahara zu dienen. Nach noch nicht all zu langer Fahrzeit krachte es plötzlich bei uns im Kreisverkehr. Ein Auto ist uns leicht hineingefahren. Bei ihm war das rechte vordere Licht kaputt, bei uns waren ein paar leichte Kratzer in der hinteren linken Reifenverkleidung. Nach hin und her mit dem Fahrer (er schlechtes Englisch und schlechtes Französisch, wir kein Arabisch und wenig Französisch) haben wir ihm einfach bisschen Geld gegeben, auch wenn wir vielleicht nicht wir Schuld waren – er tat uns leid weil er wahrscheinlich keine Versicherung hatte. Wie genau wir das jetzt machen mit Versicherung blablabla schauen wir noch…

Unser Tank war nur mehr ein viertel voll und wir hatten noch einige Kilometer vor uns. Zwei Tankstellen passierten wir schon wo wir uns dachten nah passt schon wir nehmen dann die nächste oderso.

Die nächste wurde es dann auch, und dass war dann auch gut so, denn danach kam für seeehr lange Zeit nichts, absolut gar nichts. Wir sind langsam ins mittlere Atlas Gebirge gekommen und unsre einzigen Begleitern waren die Schaf- und Ziegenherden (oft ohne Hirte). Abgemagerte Pferde/Esel hat man auch immer wieder gesehen, besonders Arme hatten zwei ihrer Beine zusammen gebunden.

Bei unserer Unterkunft angekommen hüpften wir vorm Abendessen noch schnell in den Pool und verbrachten den restlichen Abend Karten spielend. Morgen gehts Richtung Merzouga wo wir dann am Nachmittag die Saharatour starten.

Minigasse in Fes mit Holzunterstützung für die Häuser

Innenhof der Koranschule

Tor der Koranschule

Buntes treiben von oben betrachtet

Über den Dächern von Fes

Süße Katze ruht sich in bunten Fadenknolln aus (übrigends, im Kontrast zu Südamerika sind hier fast null Straßenhunde, dafür soviele Straßenkatzen)

Hier wird das Leder gegerbt und gefärbt

Blick auf Medina von Hügel (leider alles sehr einfärbig daher nicht so gut zu erkennen)

Shop für Metallernes

Gruppenfoto (Adrian hat sich einen Sonnenbrand am Kopf geholt, deswegen Notlösung Marokko-Kappe)

Pampa, ca auf 1500 Meter sind wir jetzt

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