Die Zwei Seiten Kolumbiens

Die Busfahrt von Bogotá nach Ibague war abenteuerlich. Ungefähr 2 Stunden hat es gedauert um vom Terminal Salitre bis zur Stadtgrenze zu kommen, so viel Verkehr habe ich echt noch selten erlebt. Es war zwar irgendwie ärgerlich, aber andererseits haben wir so noch einiges von der Stadt gesehen was man sonst nicht zu sehen bekommt. Es ist echt ein riesiger Ballungsraum und die Lebensweise mancher Einwohner können wir uns glaube ich gar nicht so richtig vorstellen.

Als wir dann endlich aus der Metropole raus waren, plagten unzählige Baustellen die nächste Stunde der Busfahrt. Schließlich ging es aber ein bisschen flotter, die Landschaft wurde schöner, und wir kamen letztendlich nach 6h (statt 4h) in Ibague an.

Ibague hat ungefähr 500 Tausend Einwohner und liegt am ostlichen Fuße einer der Gebirgszüge der kolumbianischen Anden. Viel haben wir uns nicht erwartet, es gibt kaum Berichte von anderen Touristen, aber im nachhinein wirkt die Stadt etwas underrated. Wir übernachteten bei Viviana und Keny, die 2 Zimmer untervermieten und im oberen Stock eine Art FitnessCenter betreiben. Sie waren sehr freundlich und kochten uns ein ungewöhnliches Abendessen. Ansonsten war die Unterkunft recht basic, der Duschkopf bestand nur aus einem Rohr-Ende und die Betten waren fraglich sauber (und Polster mussten wir uns vom “Wohnzimmer” fladdern).

Downtown, wo wir geschlafen haben, ist es ziemlich crazy und sobald es dunkel ist fühlt man sich eventuell nicht mehr ganz so sicher. Frühstücken waren wir aber in einem anderen recht netten Viertel und die Leute die wir kennen lernten, waren alle freundlich und gaben uns haufenweise Empfehlungen an spannenden Aktivitäten in der Umgebung.

Wir zogen jedoch trotzdem bereits nach einer Nacht weiter nach Salento, einer Stadt die im kompletten Kontrast zu Ibague steht, besonders was den Tourismus angeht. Die Busfahrt verlief diesmal nach Plan (und durch sehr sehr schöne Landschaft) und so kamen wir bereits am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft (ein schönes Hostel) an. Wir genossen den lauwarmen Nachmittag im hübschen Dorfzentrum, quatschten noch mit anderen Reisenden und gehen nun früh schlafen, denn morgen heißt es Wandern im Valle de Cocora.

Abendessen bei Keny und Vivi
Seidenschlafsack kommt zum Einsatz
Aussicht vom Bus
Salento
Salento
Prost
Letzten Sonnenstrahlen
Gemeinschaftsküche 😅

One thought on “Die Zwei Seiten Kolumbiens

  1. Oh so schön 🤩😍 freu mich sehr dass ihr es bisher schon schön und spannend habt. Tolle Eindrücke!
    Hab euch so lieb und schick ein dickes Bussi 💋

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