Nach einer holprigen Bootsfahrt kamen wir heil in unserer Unterkunft an und wurden erstmal mit einem köstlichen grünem Smoothie begrüßt. Die ersten Eindrücke waren atemberaubend, wundervolle Ausblicke, stilvoll und gemütliche Unterkunft und Natur so weit das Auge reicht. Wir waren also in El Choco angekommen, das wirtschaftlich ärmste “departamento” Kolumbiens, wo die meisten Leute kein fließendes Trinkwasser haben, nur sehr begrenzt Strom beziehen können, medizinische Versorgung quasi nicht existent ist und man komplett vom Rest des Landes abgeschottet ist. Der letzte Punkt führt allerdings auch dazu, dass die Natur noch kaum angerührt wurde und wenig touristische Infrastruktur besteht. Der Strand ist makellos, dahinter bäumt sich der Dschungel auf, und besonders Vögel sahen wir viele, aber auch Spinnen, Frösche, Iguanas und Hunde.
Das nächste Dorf, Termales, bestand nur aus ungefähr 30 Hütten/kleinen Häusern entlang einer “Straße” (hier fahren allerdings keine Autos/Mopeds) und eine Hälfte der Grundstücke hatte als backyard den Strand. Um von Casa Balae nach Termales zu gelangen, musste man einfach 30-40 Minuten (je nach Flut) den Strand gen Süden entlang gehen. Am Weg musste man ein paar kleine Flüße queren, bei Flut und nach starkem Regenfall konnte das Wasser auch bis zur Hüfte reichen.
Unsere Unterkunft war wie bereits gesagt sehr fein: so hatten wir zum Beispiel von unserem Zimmer direkten Blick aufs Meer (und auch vom allgemeinen Bereich), die Dusche war in schön natürlichem Stil gehalten, mehrere Hängematten standen überall zur Verfügung, und das Beste war das leckere Essen, das uns 3x täglich serviert wurde (sehr viel Fisch :)). Eine Nacht hat es allerdings so heftig gestürmt, dass wir einerseits dachten einer der tausenden Blitze wird uns in Brand setzen, oder der tosende Regen spült unsere Holzhütte einfach weg. Wie ihr euch denken könnt ist nichts von Beidem eingetreten 😅.
Wir erlebten einiges in unserer Zeit dort, vom Surfen und Wasserfällen, über Yoga und Hot-Springs bis hin zu verlassenen Hostels erkunden und einer geführten Tour durch dichten Wald, aber wir genoßen auch einfach die Ruhe und die Schönheit der Küste. Achja und eine Partie Volleyball gegen die locals ließen wir uns auch nicht entgehen.
Auch der letzte Tag war noch actionreich, so klappte zuerst die Zahlung nicht, worauf hin der Boots-Käptn schon ungeduldig vom Strand herauf pfiff. Zurück in Nuqui schlenderten wir noch kurz durchs Dorf weil wir noch zu früh für unseren Flug dran waren, als wir dann allerdings beim Check-In Schalter aufkreuzten, hieß es es gäbe heute keinen Flug mehr nach Medellín, beziehungsweise startete gerade in dem Moment der letzte Flieger. Nach etwas Panik wurden wir noch schnell schnell eingecheckt, rannten durch die Security (das ist dort sowieso mehr proforma) und weiter zum Flugzeug, das eigentlich schon in der Luft sein wollte. Im Endeffekt kamen wir so aber zeitiger als gedacht in Medellín an, weswegen wir einen besseren Anschlussbus nach Jerico erwischten, also Glück im Unglück.
Jerico ist ein sehr nettes Dorf etwa 3 (anstrengende) Stunden südlich von Medellín. Unser Hostel ist sehr gemütlich und es ist auch ganz angenehm mal wieder wo zu sein, wo ein bisschen mehr los ist (wobei ich auch ohne die Straßengeräusche leben könnte).














…wie schön dass ihr das erleben durftet😄 interessanter bericht und traum-fotos🤩…
LikeLike
Sooooo unglaublich herrlich und schön, tolle Fotos!!! Arge Spinne 😁😁
LikeLike