In Jerico hatten wir sehr schöne Tage. Die Leute dort waren unglaublich nett und das Dorf war sehr picturesque und sauber. Auch die umliegende Landschaft tat gut, nach so einem idyllischen Ort wie der Pazifikküste wären wir beide noch nicht für eine Großstadt bereit gewesen.
An einem Tag spazierten wir zu einer Kaffeeplantage um dort über den Herstellungsprozess zur lernen, nämlich im kleinen und traditionellen Stil. Anschließend machten wir auch noch einen Schokoladeworkshop, in welchem wir aus Kakaobohnen unsere eigene Schokotaler herstellten, mhmmm sau lecker – und sehr spannend wie einfach es eigentlich ist.
Sonst haben wir eine gemütliche Zeit in Jerico verbracht, einmal waren wir an einem kleinen Fluss baden, öfters waren wir einen Kaffee trinken, einmal gab es einen Filmabend in einem der Lokale mit gratis Eintritt (leider haben wir den Dialekt kaum verstanden) und auch im Hostel mit anderen Travellers haben wir lustige Zeit verbracht.
In Medellín waren wir diesmal in einer anderen Gegend untergebracht, sehr nahe zu einer berühmten Partymeile (besonders für Einheimische), leider war unser Hostel aber nicht so cool. Der Vibe war nicht sonderlich sozial, das Dorm viel zu klein um seine Sachen ein bisschen auspacken zu können, und für eine Nacht hatten wir einen stinkenden Alki als Roommate.
Unser Programm war dafür umso cooler. Am Sonntag waren wir lecker frühstücken, haben was gutes gekocht und abends, die normale Backpacker-Routine für den Moment etwas satt, waren wir im Kino (The Zone of Interest, ein Film über die Familie eines KZ-Offiziers, in OV, daher haben wir diesmal mehr verstanden^^).
Auch die restlichen Tage weichten wir vom Standardprogramm ab, zum Beispiel besuchten wir einen Aquapark um uns gegen das untypisch heiße Wetter zu schützen. Die hatten dort ziemlich viele Regeln, so mussten wir Badekappen tragen und die Schwimmbäder waren eingezäumt – einziger Zugang war durch eine forcierte Dusche. Zu unserem Feel-good-Programm gehörte außerdem eine Yogaklasse und Sushi.
Heute ist unser letzter Tag in Kolumbien, wir waren noch in einem bedrückendem Museum über die Gewalt und Konflikte in Medellín und schlenderten noch ein letztes Mal durch das Zentrum. Jetzt sitzen wir gerade im Bus zum Flughafen (und standen dank eines Unfalls gerade im Tunnel im Stau). Wenn es keine weiteren Probleme gibt fallen wir in ca 5 Stunden todmüde in unser (hoffentlich) schönes Privatzimmer in der Altstadt von Quito (Die Wohnung beziehen wir erst am Samstag). Der Ausgangssperre und allgemeinen Lage geschuldet wird uns Fabian, ein von der Unterkunft organisierter Fahrer, vom Flughafen abholen. Wir sind beide schon sehr gespannt auf Ecuador und unsere Zeit dort.
P.S. Als wir heute zur Stoßzeit mit der U-Bahn richtung Flughafen gefahren sind, wollte mich so eine alte Frau bestehlen. Wir standen am Bahnsteig und haben gewartet, dass die Leute aussteigen, die hinter uns haben recht zum drücken angefangen und ich war eher genervt weil noch voll viele Leute aussteigen wollten aber die uns schon fast ganz reingedrängt haben, dann spür ich auf einmal eine Hand in meiner linken Hosentasche (die vorher zugezippt war), aber bevor sie mein Handy fladdern konnte hab ich sie weggeschubst und blöd angeredet. Naja ist ja nochmal gut gegangen, aber war das erste Mal dass mir sowas je passiert ist.




















































































































































