Hala Madrid

Gestern (Montag) hieß es um 3 Uhr aufstehen um den Flug um 5:50 zu erwischen. Nach unangenehmen 3 Stunden landeten wir in Madrid. Koffer waren diesmal zum Glück alle da, hätte mich auch gewundert da wir direkt geflogen sind, aber Wizz Air hätte das vielleicht irgendwie auf die Reihe gebracht…

Ins AirBnB konnten wir noch nicht weil die Putzfrau noch am Werken war, also gingen wir zuerst Tortillas de Papa frühstücken. Zu Mittag durften wir dann in die Wohnung, die allerdings etwas kleiner ist als erwartet. Der Vermieter war aber sehr nett und hat uns alles mögliche erklärt. Unternommen haben wir nichts mehr an dem Tag, nur den ersten Einkauf erledigten wir noch (212€). Den Abend verbrachten wir auf unserer Terasse (zuerst schauten wir ob man sich eh nicht aussperren kann) und zum Essen gabs Chili con Carne von Matt und mir gekocht.

Heute haben der Adrian, Matt und ich eine Walking Tour gemacht mit einem sehr lustigem Iren als Guide. Wir haben viel über die Geschichte Spaniens und Madrid gelernt, so wurde zum Beispiel Madrid von den Muslimen zum Schutz der 7km entfernten damaligen Hauptstadt Toledo gegründet. Der Name bedeutet soviel wie Wasserquelle und die Ursprüngichen Stadtmauern waren zum Teil aus Feuerstein, weshalb die Christen, beim Angriff auf die Stadt mit Eisenpfeilen, dachten die Mauer bestünde aus Feuer. Das Zentrum find ich sehr schön und charaktervoll. Die Anderen wollten sich nicht 3 Stunden an eine Gruppe binden und haben die Stadt auf eigene Faust erkundet. Heute kochen wir nicht selber und gehen dann wahrscheinlich noch fort. Morgen wird demnach kein sehr produktiver Tag.

Auf dem blauen Haus steht das Motto der Stadt, was soviel bedeutet wie “Ich wurde über Wasser erbaut und meine Mauern sind aus Feuer”

Fette Kathedrale die über mehr als 100 Jahre errichtet wurde (1993 fertig) und wo die Hochzeit vom derzeitigen König stattfand.

All things come to an end

Die letzte Woche haben wir noch sehr schön verbracht, hauptsächlich im Norden (vom Westen in den Osten vorarbeitendend). Dort wurde es auch endlich wieder grüner im Vergleich zum kahlen Süden. Beim westlichsten Zipferl gab es eine sehr schöne Bergstraße mit nicht aufhörenden Ausblicken und auch einem netten Dorf auf einem Berg/Hügelkamm. Einen traditionellen Leuchtturm gabs dort auch. An einem der Tage wollten wir uns eine durch Lava geformte Höhle anschauen, sind dann aber dort vor der Türe gestanden und haben gemerkt, dass man da 2-3 Tage vorher reservieren muss. Naja halb so schlimm. In diesem Teil der Insel wirken die Städte auch etwas älter und dadurch malerischer; immer wieder genoßen wir den Blick auf die Stadt oder das treiben am Hauptplatz bei einem Kaffee. In Puerto de la Cruz (eine der größeren Städte) besuchten wir auch einen wunderbar vielfältigen botanischen Garten. Hannah war wie ein kleines Kind zu Weihnachten 😀 Die letzten drei Nächte verbrachten wir an einem außerordentlich schönem Platz im Punta del Hidalgo (in der Nähe von dem Ort wo wir am Anfang waren wo so rießen Wellen waren). Einen Tag machten wir dort in der Umgebung einen kleinen Spaziergang und am letzten Tag lagen wir am Strand und tankten nochmal kräftig Sonne. Abschied fiel schwer von den Dreien, aber am Montag gabs kein Auskommen vor dem Auf-den-Flughafen-fahren. Der Flug verlief gut und in Wien warteten Mama und Mario schon auf mich, zuhause gabs dann Spinatpalatschinken 😁

Diese Reise ist somit vorbei, Fortsetzung wird aber irgendwann folgen 😉 Danke fürs fleisige lesen und kommentieren.

Montaña amarilla

Kilian auf extrem windigen Bergkamm

Südküste

Chillen in der Unterkunft in el Medano

Ausblick auf Teide

La Gomera im Huntergrund

Hannahs neue Freundin (nicht dem Ghost verraten!)

Nettes Lokal in Bergdorf (gesponsort von Coca Cola)

Eben dieses Dorf, das vom Aufbau her leichte Ähnlichkeiten zu Machu Picchu hat (besonders mit diesem kleinen Spitz am Ende)

Selfui

Schöne Landschaft

Komischer Hügel mit so Rinnen

Westküste

Leuchtturm in traditionellen Farben

Nettes Cafe in Buena Vista del Norte

Komplett verlassener Parkplatz mit schönem Ausblick (in die andere Richtung ist gleich das Meer

Da hinter dieser Felswand ist der Leuchtturm (Ausblick vom selben Parkplatz)

“Mach mal eine Pose”

Sonnenuntergang

Etwas spacigerer Leuchtturm

Schöne türkise Pools an sehr kantigen/felsigen Küste

Ausblick auf Garachico

Sonnenuntergang von anderem Plätzchen (sogar mit Stranddusche und Klos, richtig luxuriös hier)

Nachm aufwachen mal lesen bis alle wach sind 😀

Brücke über sehr schönen Barranco

Selbe Brücke nur von weiter weg

Campo, Hannoh und Teido

Wellen: 1

Schutzwand: 0

Komische Steinturmstadt

Steffi im Steinturmland

Strand bei Puerto de la Cruz

Baum mit Luftwurzeln im botanischen Garten

Hannah, Steffi und Lana beim Spaziern in Punta del Hidalgo

Kilian beim Krebs fangen

Schöner Ausblick beim grillen/Salat machen

Zum Abschied schenkt uns die Insel nochmal viel Sonne und blauen Himmel

La Gomera, Karneval und Pause vom Camperleben

Auf La Gomera haben wir uns hauptsächlich in Valle Gran Rey (auch genannt Kleindeutschland) aufgehalten. Geschlafen haben Hannah und Ich weiterhin im Auto, denn Unterkünfte die auch nur annähernden in unserem Budget gewesen wären, waren keine mehr frei. Zumindestens konnten wir bei Charlotte/Schmidi & Alex/Gabi duschen. Zweimal bereitete uns der Alex sehr schmackhafte Gerichte zu. Am Samstag sind wir gemeinsam im Norden der Insel Wandern gegangen. Etwas anstrengend aber sehr schön. Am Sonntag sind die Hannah und Ich auf einen Hippiemarkt und die Charlotte kam dorthin nach. Auch der Schmidi gesellte sich zum Frühshoppen danach noch zu uns. Am Nachmittag machten Hannah und Ich noch einen kleinen Adventurespaziergang durch ein Flusstal zu einem Wasserfall. Am Montag nahmen wir uns mehr Zeit um zum Hafen zu fahren (der war auf der anderen Seite der Insel) und schauten uns am Weg die Landschaft noch ein bisschen an. Dabei entdeckten wir noch ein paar coole und wunderschöne Plätze; naja, muss man halt nochmal herkommen ;). Auf der Fähre sahen wir sogar eine Gruppe von Delfinen vorbeischwimmen.

Zurück auf Teneriffa trafen wir Stefi und Kilian wieder in San Andres. Am Dienstag chillten wir am Strand und begaben uns am Nachmittag in die Hauptstadt um dort die Parade anzuschauen. Dank der Unterstützung von billigen Erfrischungsgetränken hatten wir es recht lustig (die Parade war nicht der überdrüber Kracher, meiner Meinung nach). Den Mittwoch verbrachten wir ziemlich entspannt bei nicht all zu besonderem Wetter und am Donnerstag machten wir uns auf den Weg in den Süden zu einer Unterkunft. Am Donnerstag Abend aßen wir köstliche überbackene Nachos, spielten Wizard und tranken Gin Tonic 👌🏼. Freitag wurde gefaulenzt, dafür gehen wir morgen am Vormittag gleich auf den Markt! Bis Montag bleiben wir mal hier, danach gehts wieder weiter.

Strand im Valle (passenderweise Walle ausgesprochen, so wie Malle statt Mallorca halt)

Pool am Meer, klingt zwar pervers, hier ist das Meer aber so stürmisch dass es schon fast wieder Sinn macht

Ausblick von Wanderung

Erster wirklich Ausblick auf Teide (im Hintergrund)

Orger Fels beim Wandern gesehen

Hannah übt Kopfstände

Anfang vom Adventurespaziergang

Schöne Landschaft

Ihre Majestät

“Wasserfall”🙃

Ein wildes Hannah am bimsen

Valle in die andere Richtung (Von da ganz oben links waren die Ausblickbilder vom letzten Blog)

Sonnenuntergang vom Strand

Netter Bio-Gemüse-Laden

Pano am Weg zur Fähre

Am Ausblick genießuen

Ausblick auf Hafenstadt und Teide

flashige viel schnellere und teurere Fähre

Böse Sirenne Hannah

Etwas creepy Hasenkopfkostüme

Farblich abgestimmte Geschwistur

Gut und Böse

Kilian der Kalmar

Pic Dump

Markt La Laguna

Nettes Gasserl

Hannah beim Sonnen

Wandern durch Wünschelwald

Hannah genießt Ausblick

Palmenaffe aus Kolumbien passt sich an kanarischen Wald an

Pano auf Taganana

Hannah in Taganana

Dies und jenes

Anderer Ausblick auf Taganana

Ausblick in die andere Richtung

Teide versteckt sich weiterhin

Hannah fahrt Kilian auf Bergstraße nach

Nordküste

Taganana bei Abendstimmung

Hannah in unserem Auti

Strand wo wir gecampt haben

Stiegen auf kurzem Wanderweg in Chamorga

Komischer Steino

Steffo am fotografieren

Wandurgruppe

Orchidee oder so a schaß

Steffi bendigt den Hundo

Einsamer Drachenbaum am östlichsten Zipferl

Roque de dentro

Lana genießt auch Aussicht

Hannah ist Ersatz-Leuchtturm

Irgein Dorf

Anderes Dorf

Strand bei San Andres

Same Strand

Basic-White-Girl Hannah

Komischer Sandsteino

Campo

Pano auf Gomera

I bims stark (Valle Gran Rey auf Gomera)

Dies und jenes

Valle Gran Rey, unten beim Meer warten Schmido und Charlotte auf uns

Kurzes Update

Wir sind dann doch noch 2 Nächte in der Unterkunft geblieben. Seit dem sind wir on the road, daher auch kein Wifi. Aber kurze Zusammenfassung:

Samstag auf den Markt in La Laguna gegangen, dann dort Kaffee getrunken, bisschen spaziert und später bei uns auf der Finca gechillt und gegrillt. Sonntag sind Hannah und Ich wandern gegangen (Steffi war leicht krank und Kilian musste am Bus basteln). Wanderung war sehr schön aber auch bissi anstrengend, besonders in der Sonne! Montag sind wir dann in das nördlichste Zipferl an einen Strand gefahren und haben dort unser Lager aufgeschlagen. Meer ist sehr wild auf der nördlichen Seite. Supermärkte waren leider kaum zu finden und auch Restaurants waren wenige offen, eines haben wir dann doch noch gefunden fürs Abendessen. Am Dienstag haben wir am Strand gefrühstückt und sind dann in den Mini-Ort Chamorga gefahren. Dort machten wir alle zusammen eine kleine aber sehr schöne Wanderung. Unser Plan war dort in der Nähe zu übernachten, da da aber wirklich null Infrastruktur vorhanden war, fuhren wir doch noch an die südliche Küste des nördlichen Zipfels. Heute haben wir uns kurz Igueste angeschaut und sind dann nach San Andres gefahren um dort einzukaufen und wieder in die Zivilisation einzutauchen. Strand ist hier sehr schön, außerdem gibts hier auch Strandduschen und Klos.

Fotos habe ich zwar viele coole aber will ich jetzt nicht unbedingt mit Data hochladen.

Am Freitag werden Hannah und Ich zu Schmidi und Charlotte nach Gomera. Am Dienstag ist aber Karneval und der soll in der Hauptstadt von Teneriffa sehr spektakulär sein, also werden wir da wieder zurück sein.

Frühling auf den Kanaren

Endlich heil in Teneriffa angekommen musste ich noch kurz auf die Hannah warten. Erste Unterschiede zu Südamerika: Taxis sind zwar gleich viele am Flughafen, allerdings is niemand aufdringlich; die Leute wirken weniger freundlich; und (zumindestens auf den Flughäfen) konnte Papier wieder ins Klo geworfen werden. Beim Autoverleih wurden kurz die Dokumente angeschaut (ich bin zu jung zum Fahren ._.), wir zahlten und bekamen einen Schlüssel und eine Parkplatznummer. Keinerlei Einführung oder Schadensüberprüfung. Wir machten dann selber ein paar Fotos von Kratzern und fuhren zu dem Haus wo Steffi und Kilian (und Lana) bereits auf uns warteten. Einkaufen waren die beiden zum Glück schon. Wir packten unsere sieben Sachen aus (wir bleiben ja hier doch 4 Nächte) und quatschen den restlichen Tag/Abend, gekocht hat der Kilian!

Die letzten drei Tage haben wir recht entspannt verbracht. Am ersten Tag sind wir für ein paar Stunden spazieren gegangen und haben anschließend bei uns in der Sonne gechillt und was gutes gekocht. Am zweiten Tag sind wir zuerst Gas für S&K Bus nachfüllen gefahren und dann waren wir noch am Strand und haben in einem Strandcafe was getrunken. Der Strand war hier eher steinig/mit schwarzem Sand, da es aber noch nicht ganz so warm war, wurden nur Füße ins Wasser gehalten. Am Abend haben wir Spaghetti gekocht und Wizard gespielt. Weils ein bisschen später wurde fiel am dritten und heutigen Tag der Plan uns den Markt in der alten Hauptstadt der Insel (La Laguna) anzuschauen ins Wasser. Stattdessen schliefen wir lang und schauten uns noch einen anderen Strandort an, mega hohe Wellen prallten hier gegen die Küste. Dort genossen wir einen barranquito (Kaffee mit Likör und Kondensmilch) und beobachteten das Schauspiel. Als letztes Abendmahl in dieser Unterkunft ließen wir es uns gut gehen und bereiteten Pizza zu! Alles in allem sehr erfolgreiche faule erste Tage auf den Inseln. Morgen gehen wir dann auf den Markt und werden uns irgendwo auf der Nordost-Küste einen Platz zum Schlafen suchen.

Am Flieger von Lima nach Madrid konnte man sogar Worms spielen 😀

Ausblick von Dachterrasse

Wandern durch einen barranco

Ausblick gen Norden auf Spaziergang

Random Päarchen über unserem Dorf (Tegueste)

der vorher durchwanderte barranco

Lana genießt die Aussicht

Chillen am Abgrund

Industrieort wo wir Gas holten

Fischer vor Hafenmauer

Strandort

Orangenbaum und Unterkunft (wir waren im oberen Teil)

Lana, Steffi und restliches Grundstück

Mörderwelluen

Anderer Küstenort

Dies und jenes

Heimat in der Ferne

Beim zweiten Mal gefällt mir Cusco noch besser. Vielleicht weil ich mich schon auskenne und die besten Plätze kenne. Jedenfalls war diese Stadt genau der richtige Ort um die Reise in Lateinamerika zu beenden. Ich habe in den vergangenen Tagen noch eine Walking-Tour gemacht – bei welcher sehr viel Information über die Geschichte Perus vermittelt wurde – das Inka-Museum angeschaut, die Kathedrale am Hauptplatz besichtigt, verschiedene kleine Ruinen rund um Cusco besucht (die ganze Landschaft ist hier von Ruinen gekennzeichnet), lokale Märkte erforscht, zwei kleine Dörfer im heiligen Tal erkundet, im ziemlich nicen Hostel gechillt, zu einer Jesusstatue mit Ausblick spaziert, noch ein letztes Mal in Südamerika gefeiert, noch ein zwei Mitbringsel gekauft, billiges Streetfood/Marketfood gegessen und teures Craftbier getrunken. Also alles recht entspannt. Klar werde ich Südamerika vermissen aber ich freu mich auch schon wieder auf Europa und Hannah und meinen ‘Roadtrip’. Morgen wird leider wieder Mal ein zacher Tag. Früh aufstehen, 7:20 nach Lima fliegen. Dort zwei Stunden Aufenthalt, danach fast zwölf Stunden Flugzeit nach Madrid. In der Hauptstadt Spaniens bin ich für ca 4 Stunden, dann ein letzter drei stündiger Flug nach Teneriffa Nord. Eine Nacht in einem Hostel (Preise sind gleich 2-3 Mal so hoch) und am nächsten Tag am Nachmittag hol ich die Hannah vom Flughafen ab, gemeinsam holen wir dann das bereits gemietete Auto und fahren dann zu einer Unterkunft wo wir die ersten 4 Tage gemeinsam mit Steffie und Kilian verbringen werden.

San Francisco Kirche (hat nur mehr einen Turm weil der zweite 1950 in einem Erdbeben zerstört wurde)

Apropos Erdbeben, hab ich damals erwähnt, dass ich in Arequipa einen Erdbeben gespürt habe? Wir waren gerade alle in der Küche und ich schaute an die Wand gelehnt den Anderen beim Kochen zu (wies sich gehört) und hab die Wand sich bewegen gefühlt. Sicher für 3-6 Sekunden. Die Anderen haben mir aber nicht geglaubt; siehe da, am nächsten Morgen stands in den Nachrichten 🙌🏼.

Getrocknetes Babyllama das als Opfergabe verwendet wird (angeblich werden nur solche Kadaver verwendet, die eines natürlichen Todes starben)

Cooler Torbogen

Überreste des Tempels des bedeutensten Inkas (Inka waren übrigens nur die Könige) Pachacuteq

Eine originale Inkatür (es gab aber damals nur Rahmen ohne Tür), außerdem sieht man wie die Inka Wände bauten (die schön geordneten Steine) und wie die Inka-pable (Spanier) Wände bauten.

Netter Innenhof

Gräber unter der Kathedrale

Einer der Gänge in der Kathedrale

Letztes Abendmahl, jedoch mit Meerschweinchen und Chicha Morrada (Getränk aus rotem/schwarzen Mais)

Die Ruinen in Pisac (oben auf diesem Berg) überblicken den ziemlich touristischen Markt

Craftbier am Hauptplatz, dementsprechend teuer (mit einem der beiden Engländer die mit mir waren hättest dich lange unterhalten können Clemens haha)

Kleine Kirche (überall wo in Cusco Kirchen sind waren früher Tempel) und eine der vielen netten kleinen Gasserln

Ausblick vom Jesus

Falls ich mich richtig erinnere sind das die Überreste des Tempels des ersten Inkas, mit gutem Blick auf die Stadt

Stiegen gibts einige in Cusco (nicht alle so nett wie diese)

Mondtempel in der nähe von Cusco

Ein Denkmal an Tupac, allerdings an den Inka Tupac, welcher als letzter nochmal eine Revolution gegen die Spanier startete.

Festivitäten und Streik

Am Freitag nachdem ich aus Bolivien zurück nach Puno gekommen bin, hab ich mir am Abend noch kurz das Spektakel am Hauptplatz angeschaut. Ich glaube an dem Tag war mehr oder weniger der Empfang für die Bands der Tänzer. Es waren, zumindestens am Hauptplatz, aber nur Untergruppen der “Amigos de la Policia Nacional de Peru” am tanzen. Ziemlich lustig anzuschauen wie sie herumhüpfen/tanzen, während ein Offizier (oder irgendein höherer Rang halt) mit einer tiefen Stimme etwas daher gelabert hat. Heraus gehört habe ich unter anderem, dass es das 25. Jahr für diese Gruppe ist. Angezogen waren sie an diesem Tag noch ziemlich harmlos im Vergleich zu den folgenden Tagen, die meisten trugen Cowboy artige Stiefel die klimperten und Handschuhe mit angebundenen Tüchern. Es gab ein paar wenige Männer die auserwählt wurden das ganze mit einer Pfeife zu “dirigieren”, zumindestens soweit das möglich war mit den ganzen Bands spielend. Diese Pfeifer waren dennoch sehr enthusiastisch und teilweise wirkte es als würden sie einfach ohne große Gedanken drauf los pfeifen. Auch dabei waren zu kalt angezogene Frauen, deren Tanzbewegungen wurden aber eher einfach gehalten. Etwas später fingen dann auch noch die Feuerwerke an, ins besondere ein Bambusturm voller Räder die sich wegen der Feuerwerke drehten, die ganze Konstellation war allerdings mehr als gefährlich^^!

Samstag war glaub ich so eine Art Generalprobe, die Kostüme wurden bereits ein bisschen spannender aber sonst nicht so besonders.

Am Sonntag war dann der Haupttag, mit 3 Leuten aus dem Hostel schauten wir über den Tag verteilt immer wieder mal zu. Wenn wir gerade nicht zu schauten sondern z.B. mittagessen waren, blieben einem die Menschenmengen trotzdem nicht erspart. Die ganze Stadt war bis zur Naht gefüllt. Am Abend setzten wir uns auf Sessel die am Rand der Route von irgendwem aufgestellt wurden. Normalerweise muss man sehr früh sich Plätze reservieren oder zahlen, aber zum Glück haben 2 aus meiner Gruppe am Vortag einheimische Frauen kennen gelernt, die zufällig ein paar Plätze für uns frei hatten. Sonntag Abend war definitiv auch der flüssigste Teil des Fests für alle Beteiligte. Die Stimmung war demnach auch am unterhaltsamsten. Manche Tänzer/Musiker waren aber auch schon so betrunken, dass sie ihre Tanzmoves oder Noten nicht mehr ganz zusammenbekamen.

Am Montag war zwar unter Tags auch noch ein Umzug, mittlerweile hatte ich aber schon genug davon gesehen. Nicht sonderlich kreativ schlug ich die Zeit tot, bis um 22:30 mein Nachtbus nach Cusco ging. Eine entspannte 7 stündige Fahrt hätte es sein sollen. Wirklich gut schlafen konnte ich nicht aber das hab ich auch nicht erwartet; was ich allerdings auch nicht erwartet habe, ist dass wir um ca 5 Uhr mitten im nirgendswo zum Stillstand kamen. Nach ungefähr einer halben Stunde gab der Fahrer über Lautsprecher bekannt, dass die Straße von den hier ansäßigen Dorfbewohnern blockiert ist. Laut unbekannten Angaben kann die Blockade bis um 15:00-16:00 andauern. Verwirrung und Verärgerung wurde laut. Wir bekamen zwei Auswahlmöglichkeiten: entweder im Bus zu warten bis der ganze Spaß vorbei ist oder 8 Kilometer zum nächsten Ort zu gehen und von dort ein colectivo die restlichen 47 Kilometer nach Cusco nehmen. Nach und nach machten sich immer mehr Leute auf den Weg, ich war anfangs noch zögerlich weil es regnete. Schlussendlich trieben mich die Aussicht auf Langeweile und meine zu kleinen Essensvorräte (nur eine Packung Chips) aber auch dazu zu marschieren. Etwas verärgert legte ich die Strecke in kurzer Zeit zurück und holte viele von den Anderen wieder ein. Am Weg begegnete ich zwei weiteren Blockaden, diese Hinterwäldler saßen grinsend mit ihren bescheurten Regenponchos auf der Straße während Touristen aus ca 20-30 Busen an ihnen vorbeigingen.

Als ich endlich in Urcos ankam, fragte ich einen Polizisten von wo den nun die colectivos nach Cusco wegfuhren. Etwas zurückgehalten überbrachte er mir die schlechten Nachrichten, dass auch der komplette restliche Weg blockiert wird. Ich musste also im Endeffekt trotzdem warten. Am Hauptplatz sammelten sich die Trauben an Backpackers, zum Glück gab es einen Haufen an Sitzplätzen. Ich dachte mir, dass ich hier immerhin in einem Cafe/Lokal mit hoffentlich Wlan die Zeit totschlagen kann. Abgesehen davon, dass es nicht viel gegeben hätte, inbegriff der Streik aber auch die Nicht-Öffnung sämtlicher Tiendas und Restaurants. Ab und an kamen Protestzüge durch den Hauptplatz durch, anscheinend geht es um die geplante Privatisierung des Wassers in dieser Region. Fair enough, ist ein blödes Problem, trotzdem unnötig doofe Situation für uns. Ein paar Einheimische dürften realisiert haben, dass die etlichen Touristen wahrscheinlich nicht genug Essen mitgebracht haben und hungrig werden, und beganen heimlich Nahrung und Wasser zu verkaufen. Es gab ein paar Spaßverdeber die die Händler immer wieder wegschickten weil sie meinten es sollten sich alle ihrer Angelegenheit anschließen. Mit der Zeit entwickelte sich eine bizarre Schwarzmarktsituation in welcher Essen verkauft wurde, wie anderswo vielleicht Drogen verkauft werden. Da ich aber nur mehr sehr wenig Geld mit hatte – ich dachte ja eigentlich wir fahren die Nacht durch und hatte bisschen mehr mit als nötig gewesen wäre für das Taxi in Cusco zum Hostel – konnte ich sowieso nur zuschauen. Nach einer geraumen Zeit meinten welche die aus meinem Bus waren, dass sie zur Dorfeinfahrt gehen werden, weil sie hoffen wieder in unseren Bus einsteigen zu können wenn der hier zwingendermaßen vorbei kommen wird. Ich schloss mich ihnen an. Nach viel Daumen drehen began sich endlich was zu bewegen, um 15:30. Die ersten Buse die daher kamen wurden überrannt und folglich enstand auch ein Verkehrschaos. Unser Bus hielt ein wenig weiter und lies uns zum Glück hinein, Bustickets hatten wir ja noch. Meinen etwas besseren Sitzplatz im unteren Stockwerk hat sich allerdings leider wer Anderer in der zwischen Zeit geschnappt. Um 19:00 waren wir dann endlich am Busbahnhof, gute 13 Stunden später als geplant. Es hat dann noch so lange für die unter 50km gedauert, weil der ganze Konvoi der die ganze Zeit gewartet hat jetzt auf einmal auf die einspurige Straße losgelassen wurde. Außerdem waren manche der späteren Blockaden noch nicht fertig aufgeräumt. Fühlt sich gut an wieder in Cusco zu sein, wesentlich sympathischere Stadt als Puno/Arequipa.

Polizisten tanzen unter Feuerkette hindurch. (Alle videos lustiger mit Sound, falls der auf dieser Website überhaupt mithochgeladen wird)

So spielte sich das ganze am Freitag ab, die Gruppen passierten immer wieder diese Stelle

Bambusturm peitscht Tänzer

Weltweit warten, auch in Puno. Die Prozession kommt zwar erst in ein paar Stunden, die Leute sichern sich trotzdem bereits ihre Plätze.

Straßen sind komplett verstopft, mit Tänzern und Zivilisten zugleich

Vorbereitungen am Sonntag

Kurz noch entspannen bevors los geht

Kunterbunte Kostüme gabs an dem Tag

Dieser Anblick ist zu dieser Jahreszeit nichts ungewöhnliches in Puno (fragts mich nicht warum Gorillas mit tanzten)

Schon interessantere Tanzeinlagen als letztes Wochenende

Auch Kühe dürfen nicht fehlen

Was gibts schöneres als zu so etwas aufzuwachen 🙃 Buse weiter als das Auge reicht

Die wunderschirche Stadt Urcos, ein Ort voller leeren Versprechung

Demo im Ort

Demo vor der Brücke/Ortseinfahrt (wenn man ran zoomt sieht man das auf der Brücke auch noch massig Menschen waren und auf der anderen Seite auch aber das sieht man hier nicht)

Paradies auf 4000m

Der Transport von Puno nach Copacabana hätte ca 2,5-3 Stunden dauern sollen. Da wir aber erst kurz vor 8 losgefahren sind (statt um 7) und der Grenzübergang zwar problemlos aber langsam ablief, kamen wir erst um 11:45 in Copacabana an. Gut, keine Hektik dachte ich mir, dass Boot fährt erst um 13:30 los. Als ich aber auf mein Handy schaute, erinnerte ich mich, dass Bolivien in einer anderen Zeitzone als Peru ist. Ich hatte also nur mehr etwas mehr als eine halbe Stunde um Geld abzuheben, einen Snack zu besorgen (die Überreste vom letzten Abendessen die ich mir extra aufgehoben habe, habe ich natürlich im Kühlschrank vergessen) und ein Bootticket zu kaufen. Im Endeffekt ging sich alles gut aus, entspannter hätte es dennoch sein können. Die Überfahrt zum südlich gelegenen Dorf Yumani dauerte ca eineinhalb Stunden, es war aber unglaublich heiß auf dieser drecks Fähre. Auf der Insel angekommen musste man noch ca 150 bis 200 Meter Stiegen steigen, je nachdem wo im Dorf man einquartiert ist. Die Wegbeschreibung zu meinem Hostel war lediglich “die Stiegen hinauf, man kann es nicht übersehen”. Als die erste Abzweigung – beide Möglichkeiten mit weiteren Stiegen – kam, folgte ich auf gut Glück dem größeren Pfad. Kurz nachdem ich schon etwas verärgert über die bescheurte Beschreibung war, fand ich dann endlich den Wegweiser meines Hostels. Es ist etwas einfach eingerichtet aber die Betten sind angenehm (die heutige Nacht hab ich sogar mehr oder weniger ein Privatzimmer), es gibt eine Terrasse und das Klo ist sauber. An dem Nachmittag habe ich nicht mehr viel unternommen. Das Dorf war schnell erkundet (wobei es ganz schön anstrengend ist zu den höher gelegenen Teilen zu kommen) und anschließen wollte ich eine Kleinigkeiten essen – in dem von mir ausgesuchten Restaurant erfuhr ich jedoch, dass die Küche noch nicht offen war. Ich las also mein Buch und trank einen Kaffee. Später chillte ich noch kurz auf der Terrasse von meinem Hostel und genoss die paradiesische Stille der Insel. Keine Autos, keine zu laute Musik, kein Garnichts. Nur die dämonischen Schreie der Esel hört man immer wieder; warum machen diese Tiere so komische Geräusche? Als der Sonnenuntergang näher kam, spazierte ich zu einem mir empfohlenen Restaurant. Dort arbeitet ein älteres Päarchen wo er ein Gourmetchef ist und sie haben eine eher kleine Auswahl, dafür fangen sie erst an zu kochen wenn man bestellt und haben nur am Abend offen. Es ist demnach auch etwas teurer und man wartet dementsprechend, aber die Mahlzeit belohnt einen für seine Geduld. Die Stimmung im Raum war auch sehr angenehm, es gab nur wenige Tische, daher war es relativ ruhig, und Licht wurde nur von vielen Kerzen gespendet, und das alles auf 4010m! Zufrieden ging ich anschließend zurück in die Unterkunft und bald darauf ins Bett.

Gestern verzehrte ich ein leckeres Frühstück bei Ausblick auf den See; das Blau des Wassers hört nicht auf einen zu faszinieren. Laut Reiseführer gibt es am südlichen Zipfel der Insel einen Inkatempel zu sehen, also maschierte ich am Vormittag dorthin. Der Weg war idyllisch, der Tempel war allerdings eher ein kleines Haus! Halb so schlimm, zum Glück gab es einen anderen Pfad zurück, damit sich die Augen nicht langweilen. Kurz wieder im Hostel gechillt, dann ein billiges Mittagsmenü konsumiert und anschließend ging ich zu einem Aussichtspunkt nicht weit vom Dorf, der zweit höchste Punkt von der Insel. Der 30 Meter höher gelegene Gipfel liegt im nördlichen Teil, dieser ist aber seit einigen Jahre off-limits für Touristen wegen einem Konflikt. Schade, denn ganz im Norden ist angeblich eine schöne Ruine. Die Sonne ist auf dieser Höhe besonders stark und macht demnach müde, deshalb machte ich noch ein kleines Nickerchen vorm Abendessen. Einen Ausblickspunkt gab es allerdings noch zu sehen, also wurde der auch noch ins Program eingefügt. Auf der Insel gibt es übrigends keinen Geldautomaten, und überhaupt wollte ich mit dem bolivianischen Geld genau so umgehen, dass mir kaum etwas überbleibt aber ich auch nicht nochmal abheben muss. Daher entschied ich mich nicht nochmal bei dem Restaurant von Gestern einzukehren, im Endeffekt war das aber ein Fehler weil das Essen in den übrigen Stuben bei Weitem nicht so gut war und nur marginal billiger war.

Heute war ein weniger spannender Tag, nach dem Frühstück ging ich zum Hafen um mein Ticket zu kaufen. Eine halbe Stunde später gings zurück ans Festland. In Copacabana gab ich meine letzten Bolivianos noch für ein Mittagessen und einen Snack aus. Bis zur Abfahrt des Buses blieben mir noch ca 30 Minuten, also schlenderte ich noch durch den kleinen Ort. Die Grenze kommt kurz nach dem Hafendorf, diesmal ging es noch schneller und problemloser als letztes Mal, allerdings wirkten die Grenzbeamten ein wenig verwundert warum ich nur 3 Tage in Bolivien war. Ich wollte schon sagen, dass ich mir den Rest für ein ander Mal aufheben will. Am Weg nach Puno sah ich schon die dichten Regenwolken die auf dieser Seite des Sees hingen. So kam ich also von der immer sonnigen Isla del Sol ins verregnete Puno. Immerhin soll die Feier dieses Wochenende noch viel besser als die vom Letzten sein. Hostels sind auch alle komplett ausgebucht; gut, dass ich das bereits im Vorhinein erledigt habe. Am Abendprogram steht nur mehr eine Sache, wer kann es erraten? Wer auf Sauna getippt hat, liegt richtig 🙌🏼🎉. Vielleicht noch ein kleines Abendessen aber das Wetter lässt mich zweifeln.

Ausblick von der Hostelterrasse, Fenster war auch in die Richtung

Restaurant mit Ausblick auf die andere Seite

Statt gegessen wird halt gelesen 🤷🏻‍♂️

Der richtige Sonnenuntergang war leider immer hinter dicken Wolken versteckt

Der Schaf-Esel-Alpaca Hirte zwang mich dazu langsam zu gehen und den Ausblick zu genießen

Die kleinere Isla de la Luna und bolivianisches Ufer im Hintergrund

Inkatempel/haus “über” den Bäumen die man da sieht und Blick richtung Copacabana

Inkaruine

Komisches Smileyface auf dem Haus

Blick gen Norden

Pano von der verbotenen Zone

Komischer Aussichtspunkt

Blick aufs Dorf Yumani

Schöne Blumis

Noch ein Aussichtspunkt

Stiegen zum Hafen

Yumanihafen

Insel aus der Ferne

Grenzbogen

Von Uros und Qullas

Gestern begannen wir um etwa 8 Uhr unsere Tour auf dem Titikaka See (der Name heißt soviel wie grauer Puma, hat aber auch noch andere Bedeutungen) und kamen bereits 45 Minuten später bei den schwimmenden Schilfinseln an. Diese werden von den Uros bewohnt, welche bereits vor den Inkas in dieser Region ihr Unwesen trieben. Ursprünglich hausten sie am Festland, sind aber um Konflikten mit anderen Bevölkerungen zu entgehen – unter anderen den Spaniern – in die seichten Teile des Sees geflüchtet. Anfänglich benutzten sie lediglich mehrere Schichten an Schilf als Unterlage für ihre Hütten, stärkere Hochwasser zerstörten aber diese Grundlagen. Im Laufe der Zeit bemerkten sie, dass manche Teile des Schilfs mit dem Wasser ansteigen anstatt unter zu gehen. Grund dafür sind die Wurzel/Erdschichten aus denen das Schilf wächst. Ganz verstanden hab ich es auch nicht, aber unten gibt es ein Foto damit man es sich besser vorstellen kann. Es leben zwischen 2&3 Tausend Uros auf über 100 schwimmenden Inseln. Wenn man gut acht auf seine Insel gibt, kann man bis zu 40 Jahre auf dieser Leben. Der Bau einer Insel dauert zwische 6 Monaten und 2 Jahre und die Durchschnittsgröße ist 5 Familien (ergo: Hütten) pro Insel. Die Hütten sind natürlich auch aus Schilf; außerdem dient dieser zum Feuer machen und wenns hart auf hart kommt kann man ihn sogar essen. Landwirtschaft können die Uros nicht wirklich betreiben, außer im ganz kleinen Maß. Hauptsächlich leben sie von Fischen, den Eiern von Vögeln und Vögeln selbst. Bis Heute fahren noch einige Familien ans Festland um dort ihr gejagtes Gut gegen andere Lebensmittel zu handeln. Ungefähr 90 der Inseln leben jedoch vom Tourismus. Vor einigen Jahren konnten sie sich Dank der Neugierigen Ausländer Toiletten installieren die irgendwie besonders funktionieren um das Wasser nicht zu verschmutzen. Außerdem sind die meisten Hütten nun mit Solarzellen ausgestattet. Weiters gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und ein grundlegendes Gesundheitszentrum. An die Touristen verkaufen sie gewobene Textilien und aus Schilf geflochtene Souvenirs; außerdem bieten sie Rundfahrten in Schilfbooten an (besonders beliebt bei den Asiaten).

Nach den Schilfinseln gings weiter zur (nicht schwimmenden) Insel Taquile. Die Fahrt dorthin dauerte noch ca 2,5 weitere Stunden. Auch dort leben schon seit etlichen hunderten Jahren Menschen. Diese haben es ein wenig einfacher und können landwirtschaften. Kühe haben sie nur für die Feldarbeit und werden angeblich nicht gegessen, früher hatten sie auch Alpacas doch heutzutage werden Schafe bevorzugt; diese werden jedoch auch nur 2-3 Mal pro Jahr geschlachtet und dienen Hauptsächlich für die Textilproduktion. Darauf legt dieses Volk scheinbar großen Wert, Jungs lernen im jungen Alter stricken und Mädchen lernen weben. Ob man verheiratet ist oder nicht, merkt man hier an den verschieden Zipfelmützen. Beim Heiratsantrag wird dem Schwiegervater die selbstgestrickte Mütze gezeigt, wenn er nicht zufrieden ist, muss man seine Künste erst verbessern. Grundsätzlich ist die Heirat hier eher eine Qual als Vergnügen; anstatt Flitterwochen sind die ersten Tage eine Tortur für die frisch Verheirateten. Dies soll bezwecken, dass man die Ehe wertschätzt. Nach einem leckeren Mittagessen (Forelle) marschierten wir quer über die nicht sonderlich große Insel und machten uns wieder auf den Weg nach Puno.

Im Hostel wurde wieder sauniert und dann sind wir noch was essen gegangen. Die Franzosin wagte sich an das fritierte Meerschweinchen ran, ich hab es zwar gekostet (schmeckt ganz ok), selbst bestellen werde ich es mir aber nicht haha😅.

Heute bin ich nach einem faulen Morgen mit dem colectivo nach Sullustani, wo sogenannte funerary towers aus der Pre-Inka Zeit noch erhalten sind. In diesen haben die Qullas ihre Nobelfamilien zusammen mit Gold, Gewand und den restlichen üblichen Beigaben begraben. Pro Turm war eine Familie bestattet. Heutzutage sind die Türme leider leer, teilweise von Grabräubern geplündert und der Rest ist in einem Museum in Puno. Ziemlich cooler Anblick, besonders weil ich zum zigsten Mal Glück mit dem Wetter hatte. Am Nachmittag chillte ich noch in der Sonne am Hafen und spazierte anschließend zum Busbahnhof um für morgen ein Ticket nach Copacaban zu kaufen. Nein nicht in Rio de Janeiro, sondern am bolivianischen Ufer des Sees. Keine Sorge meine Pläne haben sich nicht geändert, ich werde nur für 2-3 Tage in Bolivien sein um die Isla del Sol zu besichtigen, welche die größte des Sees ist und angeblich auch die schönste. Außerdem ist sie Teil des Ursprungsmythos der Inkas.

Unser Guide (links) und ein Uros erklären uns wie sie die Inseln bauen

Unten sind diese Wurzel/Erdblöcke, darauf kommen Schilfschichten die immer erneuerten werden müssen und dann die Hütten (im Hintergrund das Tourischilfschiff)

Gekocht werden darf nur auf einem Stein, vor ein paar Wochen ist eine Insel abgebrannt weil jemand unvorsichtig war

So schauen die Hütten aus

Touriboot vs Fischer

Einheimische steht im Schilf

Torbogen auf Taquiles

Ausblick vom Hauptplatz

Der Schatten im Gesicht lässt mich irgendwie fremd ausschauen

Fußballfeld und Friedhof

Unser Boot war das mittlere

Lamas chillen vor einem Hof auf dem Weg zu Sullustani

Ritualkreis

Zwei der kleineren Türme (die öffnung ist ca einen halben Meter hoch)

Zerstörter Turm (vermutlich durch Dynamit von Grabräubern)

Der kleine Spatz hat das Verbot wohl nicht gelesen

Farbenfrohe Dame und ihre Kühe

Daily Dose of Panos

Komischer Rampenturm

Zwei der best erhaltenen Türme

Die selben von einem anderen Winkel

Einer geht noch

Ah und das Meerschweinchen, sehr appetitlich 🙃